Großes Sommerritterzeltlager 2026
Auch dieses Jahr hieß es, wieder wie letztes Jahr, für den gesamten Stamm Sack und Pack zu schultern und aufs große Sommerritterzeltlager zu ziehen.
Dafür hatten wir uns die wohl mittelalterlichste Region überhaupt ausgesucht. Die Zelte wurden nämlich in der Nähe von Nördlingen, genau gesagt am Schmähinger Weiher, aufgeschlagen.
Nördlingen besticht mit seiner komplett erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer, aber auch die Umgebung dort ist sehr schön und von Sehenswürdigkeiten durchzogen. Direkt am Albtrauf, in unmittelbarer Distanz zu unserem Lager, war die Burgruine Niederhaus, auf der wir einige Zeit verbrachten. Über unserem Zeltplatz (am Albuch) war auch einmal der Schauplatz einer großen Schlacht im Dreißigjährigen Krieg und neben vielen anderen Burgen, Ruinen und Schlössern liegt ganz in der Nähe auch noch die Harburg, welche als eine der größten mittelalterlichen Burgen Deutschlands gilt.
Somit waren wir mittelalterlich rundum versorgt;)
Nach einigen Pannen und Änderungen, während der Vorbereitung und dem Aufbau, konnte das Lager dann aber doch am 06.08. beginnen und verlief fast reibungslos.
Wir trafen uns alle zusammen an der Burgruine Niederhaus am Morgen und wanderten von dort aus zu unserem Zeltplatz. Nach dieser Anreise stand für alle erstmal Zelte aufbauen und Einziehen an. Danach standen noch Kennenlern-Spiele und Überfalltraining auf dem Plan, ehe es zum Essen ging. Abends gab es dann, wie an so gut wie jedem restlichen Abend des Lagers, einen gemütlichen Lagerfeuerabend mit Gesang und Gitarrenspiel.



Am nächsten Tag, dem Freitag, mussten dann erstmal Lagerbauten errichtet werden, alles wurde ein wenig in Ordnung gebracht und die tapferen Ritter und Ritterinnen konnten sich noch Ausrüstung für die folgenden Tage basteln.
Der Samstag brachte für uns das Stadtspiel im schon erwähnten Nördlingen, hier musste eine Liste an Aufgaben erledigt und dokumentiert werden und gleichzeitig die versteckten und verkleideten Leiter gefunden werden. Alle Gruppen meisterten das mit Bravur und verdienten sich die anschließende Abkühlung und Fußwanderung im Stadtbach Eger redlich.





Sonntag Morgens erkundeten wir nochmal die umliegende Landschaft rund um den Lagerplatz und machten uns mit dieser vertraut. Von der Hitze geschlagen trieb es uns dann aber, wie so oft spontan, in den Badeweiher nebenan. Am Mittag gab es dann eine coole Schatzsuche, denn drei Raubritter hatten das Nutella gestohlen und das konnte nur zurückgewonnen werden in dem die Schatzsuche erfolgreich gemeistert wurde.
Den Montag verbrachten wir, wieder von der Hitze geschlagen (es war das gesamte Zeltlager sehr heiß) im Nördlinger Freibad. Danach stand schon das Geländespiel an, das dem Brettspiel Carcassonne nachempfunden war und bei dem sich, die im Wettstreit befindenden, Gruppen eine möglichst große Burg bzw. Stadt aufbauen mussten.



Am Dienstag standen die Ritterspiele in der Burgruine Niederhaus auf dem Programm. Einem Turnier nachempfunden mussten die Ritter in verschiedenen Spielen gegeneinander die Gunst des Kaisers erringen. Eine sehr schweißtreibende aber spaßige Angelegenheit. Nachmittags war dann Zeit gegeben das sich alle, innerhalb ihrer Stufe auf das Pfadfinderversprechen vorbereiten, das am Abend folgte. Auf dem Albuch legten somit, im Schein der Fackeln und der untergehenden Sonne, einige von uns ihr Versprechen ab und wurden damit auch im Geiste vollwertiges Mitglied der Pfadfinder oder ihrer neuen Stufe.
Zurück am unbewachten Lagerplatz, merkten wir dass unser Banner wie auch einige andere Dinge fehlten. Wir wurden überfallen. Vom ersten Schock erholt, begaben wir uns in "Kampfbereitschaft" und suchten die Überfäller. Der Abend blieb sehr spannend und aufregend, aber wir können mit Stolz sagen das wir all unsere Sachen erfolgreich zurück eroberten.



Am Mittwoch fand der Stufentag statt. Die Wölflinge bauten einen Barfußpfad, die Jupfis machten einen Orientierungslauf und die Pfadis wanderten nach Nördlingen und spielten dort „Ohne Geld um die Welt“, am Abend übernachteten sie noch draußen auf einem benachbarten Hügel. Am Abend wurde dort dann auch noch von allen gemeinsam die Sonnenfinsternis begutachtet.
Genervt von einem Spaß, den die Pfadi-Stufe sich erlaubte (Sie schrien laut "Überfall" vom Berg, woraufhin alle, für längere Zeit, in Hab-Acht-Stellung gingen), starteten die am Zeltplatz gebliebenen, die Operation "Wombat" (Woher der Name so genau kommt ist dem Verfasser des Texts unbekannt), welche ein erfolgreicher Überfall auf die Pfadis war.
Der wichtigste Programmpunkt des Donnerstags war das interaktive Geländespiel Stratego, angepasst auf das Mittelalter in einem benachbarten Waldstück, bei dem zwei Gruppen gegeneinander kämpften und die Fahne der jeweils anderen Gruppe suchten. Abends gab es dann noch als Highlight, dem Dönerstag entsprechend selbstgemachten Döner für alle.





Am Freitag gab es dann den Tag über verschieden Workshops, bei denen alle möglichen Dinge ausprobiert werden konnten. Von Bogenschießen, über Speckstein schnitzen und Armbänder aus Jurtenstoff zu basteln, bis zu Lagerbank bemalen oder Schwedenstühle bauen, war alles dabei.
Und am Abend erwartete uns noch der inspirierende Lagergottesdienst zum Thema Mut -den Ritter natürlich immer brauchen- von unserer Kuratin Yvonne.
Am Samstagmorgen konnten noch die verbliebenen Workshops gemacht werden und wir landeten wieder einmal, wie so oft in diesem Lager, alle zusammen im Weiher. Am Mittag wurde dann das Programm für den Bunten Abend vorbereitet und dann auch am Abend umgesetzt. Danach gab es dann noch viele Leckereien im Küchenzelt, vorbereitet von unserem besten Küchenteam, denen auch nochmal ein extra Dank gillt!
Der Abend wurde dann gemütlich am Lagerfeuer ausklingen gelassen und es gab, ebenfalls wie so oft im Lager, den berühmten Chai, direkt vom Feuer.






Am Sonntag mussten wir dann auch leider schon wieder alles Abbauen und zusammen packen. Nach einer schönen aber auch traurigen Lagerreflexion ging es für uns gemeinsam zurück Richtung Heimat. Nach dem gemeinsamen Ausladen des Gepäcks und des Materials, bei dem uns einige Eltern dankenswerterweise unterstützten, war das Zeltlager endgültig zu Ende und wir wurden zurück in unseren Alltag entlassen.


Abschließend bleibt zu sagen, das es für mich ein wunderbares Zeltlager war, das sehr viel Spaß gemacht hat, auch wenn immer wieder einige Probleme und Hürden im weg standen. Ich hoffe das jeder der dabei war auch ansatzweise so viel Spaß und Freude hatte, aber wenn ich mir so manche anschaue, dann bin ich mir da ziemlich sicher :)
Vielen Dank, an alle die dabei waren und das Lager mit seinem/ihrem persönlichen Einfluss zu dem gemacht hat was es am Ende war. Vielen Dank an unsere Küchenfeen, die immer wunderbares Essen für uns alle gezaubert haben und uns rundum wohl versorgt haben. Und natürlich Vielen Dank an alle Leitende und Organisierende, die so viel Aufwand in Vorbereitung und Durchführung des Lagers stecken. Ohne euch alle, die ihre Zeit ehrenamtlich in so etwas investieren wäre das alles nicht möglich gewesen.
Gut Pfad, bis zur nächsten Aktion
